Mess- und Eichverordnung vom Bundesrat verabschiedet

"Das ist heute ein wichtiger Tag für das Gesetzliche Messwesen in Deutschland". Mit diesen Worten kommentierte Ronald Kraus, Vorsitzender des BTE Gewerkschaft Mess- und Eichwesen, die Verabschiedung der Mess- und Eichverordnung durch den Bundesrat in Berlin. Das Eichgesetz und die nun beschlossene Verordnung treten zum 1.Januar 2015 in Kraft und bringen gravierende Veränderungen für Verbraucher sowie Messgeräteverwender- und hersteller. Insbesondere beim erstmaligen Inverkehrbringen von Messgeräten überträgt der Gesetzgeber den Herstellern mehr Verantwortung. Die innerstaatliche Bauartzulassung und die Ersteichung von national geregelten Messgeräten werden ab dem 01.01.2015 durch eine Konformitätsbewertung ersetzt. Die bisherige Ersteichung durch die Eichämter entfällt.

Die Nacheichung von verwendeten Messgeräten in periodischen Abständen bleibt im bisherigen Umfang den Eichbehörden der Länder und den staatlich anerkannten Prüfstellen vorbehalten. Für den Erhalt der regelmäßigen Nacheichung durch eine unabhängige neutrale Behörde hatte sich der BTE immer stark gemacht und allen Widerständen getrotzt.

"Gleichzeitig kommen nun neue wichtige Aufgaben auf unsere Techniker und Ingenieure zu, so dass wir dringend Verstärkung brauchen", so Kraus.

Die Eichämter und die staatlich anerkannten Prüfstellen sind für eine Vielzahl von Messgeräten zuständig - von A wie Abgasmessgeräten in Kfz-Werkstätten, Elektrizitäts- und Gaszählern, Taxameter, Waagen bis Z wie Zapfsäulen.